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Flüchtlingsinitiative - Therapeuten

Das TCM-Sozialforum – Chinesische Medizin über Grenzen e.V. wurde 2008 in Berlin gegründet.

Wir betrachten unsere Organisation als eine Plattform für weltweite Hilfsprojekte, die im wesentlichen Unterstützung durch die Chinesische Medizin anbieten. Wir unterrichten in Entwicklungsländern und bieten Behandlungen an.

Die Chinesische Medizin besteht aus verschiedenen Therapie-Säulen, wie Kräuter, Akupunktur, Schröpfen, Moxibustion, Gua Sha, Tuina-Massage, Qi Gong und Diät.

Insgesamt ist es eine kostengünstige und effektive Behandlungsmethode, fast ohne Nebenwirkungen. Viele der Therapien sind partiell leicht an den Patienten zur Selbstkultivierung weiter zu vermitteln.

1. Was finden wir vor?

In Berlin und ganz Deutschland nimmt die Flüchtlingslage Formen an, die es erfordern, lösungsorientierte Hilfen zu erstellen.

Für die Basics, wie Unterbringung, Verpflegung, medizinische Grundversorgung und allgemeine Integrationsmaßnahmen wird von Seiten der Regierung gesorgt. Ehrenamtliche Helfer sind für die Umsetzung im Einsatz.

Viele Flüchtlinge sind durch Kriegshandlungen, Widrigkeiten auf der Flucht, den Verlust von Angehörigen, ihrer Heimat und ihrer bisherigen Existenz erheblich traumatisiert. Meist zeigen sich Trauma-Folgestörungen, die u.a. zu schweren körperlichen und seelischen Symptomen führen.

Die oftmals notwendige Unterbringung in Massenunterkünften bedeutet zudem einen deutlichen psychosozialen Stressfaktor, was sich auch an verstärkter Gewaltbereitschaft zeigt.

Es ist anzunehmen, dass es bei Weitem nicht genügend Psychotherapeuten gibt, die dem Ansturm gewachsen wäre. Ein großes Hindernis stellt außerdem die Sprachbarriere dar. Genau hier setzt unsere Hilfe an.

2. Was können wir bieten?

Bewegungsübungen, wie Qi Gong, verschiedene Massagetechniken, Akupressur, Gua Sha und Moxibustion lassen sich gezielt an Bedürftige weitergeben. Therapeuten gehen, immer mind. zu zweit in die Unterkunft und geben Workshops zu speziellen Themen. Auch die Flüchtlingssprechstunde wird immer von zwei Therapeuten gleichzeitig angeboten.

Einfache Akupunktur lässt sich gut in Gruppen anbieten. Der Vorteil an einer bewährten standardisierten Akupunkturbehandlung (siehe Behandlungsprotokoll) ist, dass sie nonverbal und in größeren Gruppen durchgeführt werden kann. So überwinden wir die Sprachbarriere und wirken Re-Traumatisierungen entgegen. Jeder Patient sieht, was bei dem anderen Patienten geschieht, das führt zu erhöhter Akzeptanz und schafft Vertrauen. Die Behandlung z.B. nur durch das NADA-Protokoll wirkt stabilisierend und vegetativ beruhigend. Die Patienten finden wieder zu innerlicher Ruhe, Schlaf und Hoffnung. Körperliche Symptome sind rückläufig.

Wir bieten auch individuelle Behandlungen an. Dafür steht uns jeden Dienstag ein Behandlungsraum in der Kooperationsschule der AGTCM „Shou Zhong“ in Berlin-Schöneberg zur Verfügung.

Generell ist unsere Hilfe langfristig geplant und wird ehrenamtlich unentgeltlich angeboten.

Wir stellen Spendenboxen vom TCM-Sozialforum auf.

Nadeln versucht das TCM-Sozialforum weitestgehend bereitzustellen. Sollten in Einzelfällen Kräuter benötigt werden, versuchen wir diese von der Zieten Apotheke zu erhalten.

3. Was brauchen wir?

Offenheit gegenüber unseren Therapiemethoden sind eine Grundvoraussetzung für unseren Einsatz. Behutsames herangehen versteht sich und offen zeigen oder erklären, was getan wird. Gerade bei Moxa-Behandlungen Sicherheit geben.

Die Patienten sollten vor der Körperakupunktur zumindest eine Kleinigkeit gegessen haben. Evtl. haben wir ein paar Kekse oder Früchte vorrätig zum Anbieten.

Da wir den verschiedenen Sprachen nicht mächtig sind, ist ein Sprachmittler von Vorteil. Ein kurzes Anamneseblatt mit aufgeführten Symptomen, durch vertraute deutschsprechende Personen ausgefüllt erleichtern uns die Diagnose und Erstellung des Behandlungskonzeptes.

Evtl. Rückfragen oder Absprachen werden mit der Heimleitung oder anderen Kontaktpersonen geführt.

4. Schutz des Patienten

Unser Team besteht aus ausgebildeten Heilpraktikern und Ärzten. Die meisten haben langjährige Erfahrungen in der Praxis. Jung-Therapeuten mit weniger Erfahrung werden immer mit einem erfahrenen Therapeuten zusammenarbeiten.

Es sollten keine Fragen zur Flucht oder Vergangenheit gestellt werden. Wenn der Patient selbst anfängt von seinen traumatischen Erfahrungen zu berichten, versuchen wir ihn sanft zur Behandlung zurückzuführen, um eine Re-Traumatisierung zu vermeiden. Wir gehen, sei es noch so interessant, nicht in die Tiefe.

Die Behandlungsräume sollten hell sein, offen gehhalten werden (nicht abschließen), die Fenster nicht verhängen. Angehörige können bei der Behandlung immer dabei sein. Ein einzelner Therapeut ist niemals allein mit einem Patienten.

Wir respektieren andere Kulturen. Z.B. Kopftücher müssen nicht zwangsläufig abgenommen werden oder eben nur unter bestimmten, der Frau angenehmen Bedingungen.

Wir äußern uns nicht politisch oder kritisch über fremde Religionen oder Kulturen.

Sollte Eigen- oder Fremdgefährdung von Seiten der Patienten zu erkennen sein, wird der Therapeut die zuständige Heimleitung oder Behörde davon in Kenntnis setzen.

Infektionskrankheiten und Erkrankungen, die weiterer Diagnostik bedürfen, sowie durch unsere Behandlung nicht erfolgreich behandelt werden können, werden den zuständigen Behörden und/oder der Heimleitung gemeldet.

5. Schutz des Therapeuten

Als Therapeuten versuchen wir ehrlich zu reflektieren, um den eigenen Zustand zu realisieren. Das Team wird für Gespräche zusammenkommen. Psychotherapeuten werden für harte Fälle zur Verfügung stehen. Wer sich nicht in der Lage fühlt, diese Arbeit weiter auszuführen, sollte das schnellstmöglich signalisieren. Niemand wird sich ein vernichtendes Urteil erlauben. Hier gilt auch die Schweigepflicht gegenüber Team-Außenstehende.

6. Adresse der Flüchtlingssprechstunde

HeileHaus e.V.
Waldemarstrasse 36
10999 Berlin - Kreuzberg

Wir freuen uns über eure großherzige Bereitschaft zum Helfen und auf eine gute Zusammenarbeit!

Sylvia Köhn-Pandey (Vorsitz)

TCM-Sozialforum – Chinesische Medizin über Grenzen e.V.

 

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